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Hier soll der geschichliche Zusammenhang der beiden Stamm-Linien Schelski und Dressler dargestellt werden. Einen tieferen Einblick in die jeweilige Situation findet ihr unter den Links. Einfach anklicken! |
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1775
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Martin Dressler wird in der Kurpfalz geboren |
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1803
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Ansiedlung in Preußen |
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1814
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Der Ruf des Zaren Alexander I. |
| August Scholl wird geboren |
1839
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Die zweite Generation Dressler in Krasna |
| Aufregung in Groß Kubillehlen |
1877
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Romanus Dressler wird geboren |
| Der erste schriftlich nachgewiesene Schelski |
1897
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| Heirat in Schirwindt |
1906
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Weizenernte |
| Mobilmachung für den 1. Weltkrieg |
1914
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Mit Alois Dressler setzt sich die Ahnenreihe fort |
| Karl wird Bauunternehmer |
1920
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Anschluss Bessarabiens an Rumänien |
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1937
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Alois heiratet seine Marianna |
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1940
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"Heim ins Reich" - Der Hitler-Stalin-Pakt |
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1941
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Neuanfang im Warthegau |
| Die Front rückt immer näher - Die Flucht beginnt |
1944
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| Karl ist das letzte mal auf Heimaturlaub |
1945
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| Das Ende der Flucht - Ankunft in Alt-Sammit |
1946
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| Wildschweinjagd und Blick nach Westen |
1950
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| Hochzeit |
1960
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in Alt-Sammit | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
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Adolf Hitler begeht Selbstmord und die deutsche Wehrmacht unterschreibt am 8. Mai die bedingungslose Kapitulation. Der II. Weltkrieg ist zu Ende. Die UNO Gründung ist ein Ergebnis dieses Krieges. In Potsdam tagt die Dreimächte-Konferenz. Das Ergebnis für Deutschland: Entnazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung. |
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Anfang/Mitte Januar 1945 bekamen sie in Kolm Besuch von Karl Schelski, der Heimaturlaub hatte. Um den 20./21. Januar 1945 mussten sie auch aus Kolm fort. Den ersten Tag konnte Karl sie noch begleiten. Er besorgte einen Panjewagen für den weiteren Fluchtweg. Dafür wurde der Kutschwagen in Kolm stehen gelassen. Er beschwörte sie, ganz weit in den Westen zu fliehen, da er die Gräuel des Krieges in Russland miterlebt hat und eine bittere Rache befürchtete. Frieda flehte ihn an zu desertieren, da dieser Krieg ja keinen Sinn mehr macht. Doch ihm war bewusst, dass das eine Erschießung zur Folge hätte. Er sagte auch, dass er sich lieber das Leben nähme, als zu den Russen in die Kriegsgefangenschaft zu gehen. Es nützte alles nichts, am 23. Januar (?) 1945 musste er sich in Königsberg melden. Leider war dieser Besuch das letzte Lebenszeichen von Karl. Er gilt seitdem als vermisst.
Weiter ging es über Königsberg - Heiligenbeil - Braunsberg bis zum Haff. Dort mussten sie 2 Tage warten, weil das Eis des Haffes durch eine für Schiffe geschaffene Fahrrinne gebrochen war und die Soldaten erst eine provisorische Brücke bauen mussten. Das Haff ist ca. 4 m tief. Viele sind später dort mitsamt Pferd und Wagen eingebrochen und hatten keine Chance herauszukommen. Insgesamt gesehen gelang ihnen die Flucht relativ problemlos, da Mathes den Weg schon einmal während des 1. Weltkrieges zurücklegen musste und weil sich die 5 Erwachsenen abwechselnd um Essen für sich und Fressen für die Tiere kümmern konnten. So war immer mindestens einer beim Wagen und konnte auf die Sachen aufpassen. Die Bauern gaben zum Schluss die Dinge so mit, ehe der Russe es sich nimmt. Von Bombenangriffen blieben sie außerdem verschont. Während der Flucht kamen sie mitunter in verlassenen Bauernhäusern unter, in denen der Ofen noch warm war und der Keller voller Vorräte. Dadurch war es leichter alles durchzustehen. Unterwegs haben sie auch mal mit dem Fahrrad Erkundungstouren gemacht, ob in dem Treck Bekannte oder Verwandte fuhren. Schließlich wurden Stallners (Albert Stallner (Geigenspieler) verheiratet mit Amalie Schwester von August Bitschnat, Kinder: Fritz, Willi, Lydia) gesichtet. Dort fuhr Horst eine Weile mit und schaffte es danach nicht mehr nach vorn zur Familie zu kommen. Ein Soldat auf einem Motorrad nahm ihn wieder mit nach vorn. Seine Mutter Frieda stand deshalb Ängste um ihn aus, da sich die Trecks zwischendrin immer wieder teilten. Irgendwann während dieser schweren Zeit der Flucht wird Frieda bewusst, dass sie in anderen Umständen" ist. Ende März 1945 nach 7 Wochen Flucht kamen sie nach Mecklenburg. Zunächst bekamen sie eine Unterkunft in der Gastwirtschaft (Frieda, Horst und Ute) bei Ehepaar Dietrich und in der Försterei für unbestimmte Zeit in Hohes Holz bei Teterow. Alle drei Pferde hatten bis dahin treue Dienste geleistet. Doch die Siegermächte nahmen sich alles, was von den Deutschen noch zu gebrauchen war. Olga nahmen die Polen, Lise die Russen und als letztes Pferd nahmen die Franzosen sogar noch den lahmenden Rappen einfach mit. Als immer mehr Flüchtlinge Unterkünfte benötigten, gingen auch Minna, August, Johanna und Mathes von der Försterei zu den Dietrichs. In der Gastwirtschaft bewohnten sie zusammen 2 Räume. Im September setzen bei Frieda die Wehen ein. Ihre Tochter Irene wird in Teterow geboren. Zwei Monate später schlug das Schicksal zu, denn Matthes starb an einer Blasenerkrankung am 13.11.1945 im Alter von 68 Jahren im Krankenhaus in Teterow. |
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Ein Flüchtlingstreck von Ostpreussen in Richtung Westen |
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In Nürnberg werden die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher gesprochen. Während sich in den westlichen Besatzungszonen der Demokratisierungsprozess voranschreitet, werden im Oktober in der sowjetischen Zone die letzten freien Wahlen stattfinden. Am 12. Juli findet die Uraufführung der Oper Krieg und Frieden" von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Sankt Petersburg statt. Der erste deutsche Nachkriegsfilm feiert im Admiralspalast Premiere. Es ist die DEFA-Produktion Die Mörder sind unter uns" |
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Durch einen Verwandten von August Bitschnat, der in Krakow am See wohnte, erfuhren sie von der Vergabe von Siedlerstellen in Alt-Sammit. August ging den langen Marsch von Teterow bis Krakow so manches Mal zu Fuß. Denn Pferd und Fahrrad, so man überhaupt noch etwas besaß, wurde unterwegs garantiert von den Russen konfisziert. Die Familie ging zusammen nach Alt-Sammit. Zunächst wohnten alle zusammen in der sogenannten Schnitterkaserne" in einem Raum im Obergeschoss, nebenan gab es eine kleine Küche. So mussten sie jahrelang hausen. Vor dem Kontakt mit den vielen Flüchtlingen, die im Schloß untergebracht waren, haben die Eltern gewarnt. Dort breiteten sich rasant Krankheiten aus, u. a. Typhus, an dem viele Menschen in dieser Zeit starben. Die Schule begann 1946 auch wieder für die Kinder. Horst musste die 3. Klasse noch einmal wiederholen, weil er bedingt durch die Flucht, 2 Jahre keine Schule hatte. Schließlich wurden die Siedlerstellen verlost. Frieda bekam eine Siedlerstelle und Bitschnats hatten eine Siedlerstelle von ca. 6 ha Acker und ca. 4 ha Koppel/Wiese und Wald. Minna und August bezogen zusammen mit Johanna 1948 ihr neu gebautes Siedlerhaus. Viele zogen weg und so wurde es allmählich gemütlicher, weil einfach mehr Platz vorhanden war. Frieda bekam mit ihren 3 Kindern eine kleine Wohnung im Erdgeschoss der Kaserne". Durch die viele Arbeit in der Siedlung konnte Horst nicht immer in die Schule gehen und hörte nach der 6. Klasse im Jahr 1949 auf. Pflug und Pferde wurden sich gegenseitig ausgeborgt und nicht bezahlt sondern anderweitig dafür geholfen.
Die Berufsschule war damals die 9. bis 11. Klasse. Horst ging in Krakow auf die Landwirtschaftliche Berufsschule. Da auch in dieser Zeit viel Arbeit auf dem Feld und im Stall zu verrichten war, fehlte er mehr als 50 % der Schulzeit in der 9. Klasse und blieb deshalb sitzen. Das gefiel Frieda gar nicht. Sie achtete deshalb ab sofort darauf, dass Horst regelmäßig zum Unterricht ging. Da er ein guter Schüler war, konnte er die 10. Klasse überspringen und zusammen mit seiner Schwester Ute in die 11. Klasse gehen. Er gab nebenbei Mathenachhilfe für schwächere Schüler. Er sollte überredet werden auf eine höhere Schule zu gehen. Doch er entschied sich dagegen. |
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Siedlerstelle August Bitschnat
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Der Krieg ist vorbei. Die vier Besatzungssektoren der Siegermächte haben zwei deutsche Staaten entstehen lassen. Walter Ulbricht wird Generalsekretär des Zentralkomitees der SED. |
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In den Wintern 1951/52 bis 1954/1955 haben die älteren Jungen verbotene Saujagden auf dem Acker und im Wald unternommen. Von den Bauern wurde es wohlwollend beobachtet, waren sie doch froh, dass die Wildschäden zurückgingen. Einmal haben sie 40 Sauen in einem Winter erwischt". Die Wildschweine wurden immer unter den Familien aufgeteilt. Frieda mochte schon kein Wildschweinfleisch mehr sehen. Das letzte Mal waren sie unterwegs, als bekannt wurde, dass jemand anders wegen Wilderei zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Dieses Risiko wollte keiner mehr eingehen. Die Zeit vergeht, der Krieg ist schon lange beendet, die letzten Kriegsgefangenen kehren langsam heim. Frieda wartet noch immer vergeblich auf ihren Karl. Kein Lebenszeichen von ihm. Eine schreckliche Ungewissheit, die immer wieder plagt. Und trotzdem muss das Leben weiter gehen, denn da sind ihre 3 Kinder, die sie brauchen. Horst konnte durch die Kriegs- und Nachkriegszeiten seine Schulzeit nicht beenden und schloss mit der 6. Klasse ab. Der Traum, zu Hause in Schloßberg zu studieren, ging leider nicht in Erfüllung. Jetzt war nur noch die Arbeit in der neuen Heimat wichtiger. Es sprach sich herum, dass es im Westen besser sein sollte, da hier die westliche Besatzungszone war. Horst beschloss, sich das einmal näher anzusehen. Er ging von Ostern bis zum Weihnachtsfest 1954 nach Winterbach im Kreis Ravensburg in Baden-Württemberg zu dem Bauern Hans Wölke (evangelisch-außergewöhnlich in dem Gebiet). Der Bauer war sehr zufrieden mit seiner Arbeit und hat ihn überredet länger zu bleiben, als es ursprünglich geplant war. 1957 zog Ute mit Siegfried Schneller in die Nähe von Bremen. Dort bauten sie ein Haus in Schwanewede. Ihr Sohn Lutz wurde dort 1959 geboren. Später folgte eine Tochter Sigrid, die im Jahr 1967 geboren wurde. |
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Ende der 50-iger Jahre verlieben sich Horst und Katharina geb. Dressler. Sie kennen sich seit der Ansiedlung nach der Flucht in Alt-Sammit. Katharina ist die älteste Tochter von Alois und Marianna Dressler, die aus Bessarabien fliehen mussten. |
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Am 1. Mai wird der Rostocker Überseehafen eingeweiht. Leonid Breschnew wird Vorsitzender des Obersten Sowjet und somit zum "Kronprinzen" von Chruschtschow, den er 1964, als Vorsitzender der KPdSU, ablöst. Bürger der BRD dürfen nicht mehr ohne besonderes Visum in die DDR einreisen. DDR-Bürger bekommen kein Visum mehr für Länder außerhalb des Ostblocks. 1961 wird die neue Richtung durch den Mauerbau zementiert. |
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Sie heiraten am 23. Januar 1960 im Standesamt in Krakow am See, denn da war Katharina bereits im 3. Monat schwanger. Sie wohnten in der ersten Zeit ihrer Ehe zusammen mit Frieda und ihrer Tochter Irene in einer Zweizimmerwohnung mit Küche in der Kaserne" in Alt-Sammit. Horst arbeitete auf der MTS und trat 1963 in die LPG ein. Dadurch konnten sie 1963 in das Haus gegenüber der Kaserne auf der Nordseite einziehen. |
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Hochzeitsfoto |
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Am 04. Mai 1960 kam Peter auf die Welt. Den Namen Peter verdankt er seinen schwarzen Haaren, die er schon als Neugeborener hatte. Bereits am 02. Mai 1961 wurde Dörte geboren. Am 10. Juli 1962 folgten Jörg und am 20. März 1964 Frank. Bis dahin wurden alle Kinder in Krakow am See geboren. Olaf hat seinen Geburtstag am 17. Juli 1966. Am 07. März 1971 wurde Ramona geboren und am 12. August 1972 folgten die zweieiigen Zwillinge Axel und Bodo. Die letzten vier Kinder wurden alle im Güstrower Krankenhaus geboren. Jetzt war die von Horst gewünschte Fußballmannschaft zwar noch nicht zusammen aber die Zwillinge bildeten den krönenden Abschluss einer achtköpfigen Kinderschar. |
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Peter, Dörte, Jörg, Frank und Olaf |
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Am 17. Juli 1964 verstarb Frieda Schelski genau an ihrem 30. Hochzeitstag und mit 54 Jahren viel zu jung an Magenkrebs. Ein Jahr darauf am 08. August 1965 gab es mit dem Tod von Johanna Scholl den 2. Trauerfall innerhalb kurzer Zeit. |
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